über mich

 

Rebekka Loew

 

21 Jahre alt

 

Studierte vier Semester Mathematik an der Universität Basel. Nun arbeite ich in der Transa AG Basel.

 

Diese Webseite entstand als Teil meiner Maturaarbeit. Ich schrieb über die Strassenfotografie und fotografierte selbst, inspiriert von der amerikanischen Strassenfotografin Vivian Maier.


maturaarbeit


Das erste Kapitel meiner Maturaarbeit ist eine Zusammenfassung des Dokumentarfilms "Finding Vivian Maier" von John Maloof. Ein sehr empfehlenswerter Film. Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=2o2nBhQ67Zc

 

Folgender Abschnitt ist ein Auszug aus meiner Maturaarbeit, der zeigt, wie mich Vivian Maier's Fotografien inspiriert und motiviert haben.


"Ich bewundere Maloof, wie er mit Hartnäckigkeit und Durchhaltevermögen diesen packenden Dokumentarfilm produziert hat. Ausserdem beeindruckt es mich, dass er so zufällig diese Kiste mit Abzügen ersteigert hat. Er war schliesslich nur auf der Suche nach einem Foto. Als Maloof die Fotografien sah, wusste er, dass er etwas Wertvolles in den Händen hielt, und es liess ihm keine Ruhe, bis er auch etwas daraus gemacht hatte. Er wollte Vivian Maier der ganzen Welt zeigen. Maloof ist mir zudem auch einfach sympathisch geworden. Vielleicht liegt es daran, dass er Vivian Maier so respektvoll porträtiert und sie als Künstlerin anerkennt. Oder daran, dass er selbst als Künstler tätig ist und diesen eindrücklichen Dokumentarfilm gemacht hat. Darin werden nicht nur viele Informationen weitergegeben, sondern es wird auch genügend Zeit für das Präsentieren von Vivian Maiers Fotografien gelassen. Der Zuschauer kann sich in Ruhe von Vivian Maier inspirieren lassen und wird nicht von Fakten überhäuft. Das mag ich sehr an dem Film.

Maloofs Begeisterung für Vivian Maier und ihre Werke ist durch den ganzen Film hindurch zu spüren. Trotz den vielen Emotionen, die er in den Film integrierte, bleibt es einem doch möglich, sich ein eigenes Bild von Vivian Maier zu machen.

Ich finde es sehr speziell und faszinierend, dass Vivian Maier so mysteriös gelebt hat und ein Geheimnis um sich gemacht hat. Sie bezeichnete sich selbst einmal als Spionin. Vielleicht hat sie es sich zur Aufgabe gemacht, alles, was ihr wichtig war, für die Nachwelt festzuhalten. Und im Gegensatz zu den Meisten ihrer Zeit hielt sie auch Dinge wie Armut und Traurigkeit für wichtig. In den Slums der Städte fotografierte sie viele groteske Dinge und zeigte desolate Zustände. Vivian Maier fotografierte oft dann, wenn ein Mensch gerade seine Gefühle zeigte. Und obwohl sie nie Fotografie studiert hat, überzeugen ihre Fotografien. Ich bewundere sie sehr. Ausserdem hat sie sich dauerhaft der Fotografie verschrieben. Andere Fotografen machten nur während einiger Jahre Fotografien und widmeten sich dann wieder anderen Dingen. Vivian Maier hingegen hat fast ihr ganzes Leben lang fotografiert. Sie war nie wohlhabend und doch reichte ihr Geld immer aus. Sie konnte sogar eine Weltreise machen. Das hat mich sehr erstaunt und beeindruckt, denn ich hätte ihr diesen Mut nicht zugetraut. Vivian Maier hatte ihre Kamera dabei und dokumentierte damit ihren Reiseverlauf und ihre Begegnungen mit Menschen und anderen Kulturen. Auch bei diesen Fotos sind viele Bilder von ärmeren Gegenden und Slums zu finden.

Vielleicht sah Vivian Maier sich ja als Spionin und Kämpferin für die Armen. Sie selbst hatte es auch nicht einfach gehabt. Weder mit Geld, noch mit der Familie, noch mit den Männern hatte sie Glück. Ich vermute, dass sie gerade weil sie eine schwere Vergangenheit hatte, ihren Blick auf die Emotionen der Menschen richtete und diese mit ihrer Kamera fest hielt. So entstanden wunder-schöne, ergreifende und bewegende Fotografien."


Wenn dich die vollständige Arbeit interessierst, kannst du dich gerne mit mir in Verbindung setzen. Zudem sind Arbeit und Fotobuch in der Mediothek der Kantonsschule Wattwil zu finden.